Dichtes Schneetreiben, winterliche Fahrverhältnisse und ein nicht ganz ausgeschlafener Mürztaler Bär kennzeichneten den Mittwoch Morgen, an dem sich Felix und Michi aufmachten, die Arbeiten von Norbert im schönen Izola zu begutachten. In geordneter, aber durchaus flotter Fahrweise versuchten wir dem grausligen Wetter und den vermehrt unverschämt positionierten Verkehrsüber- wachungssystemen auszuweichen und siehe da: Ankunft 0930 Uhr in Izola bei herrlichem Sonnenschein und sagenhaften 12 Grad.
Spätestens zu diesm Zeitpunkt war unser Mürztaler Bär zum Leben erweckt und die erste nennenswerte Handlung an diesem Morgen ein herrlicher Kaffee. Kurzes Briefing mit Norbert, Abstimmung des Tagesablaufes und dann ab zur Werft, um die Wunder am Boot zu begutachten. Was sollen wir Euch berichten, Aquilanten, ein Traum in Silber, Schwarz und Carbon funkelte in der Sonne - wie aus dem Austellungsraum frisch von der Bootsmesse Tulln. Was Norbert über die Wintermonate am Boot erarbeitet hat, kann man nicht beschreiben, Ihr müsst es sehen. Kein Tape am Boot, alles in Leder gefasst, alle Winschen reversiert und mit Abdeckungen gegen Verschmutzungen geschützt, kompletter Neuaufbau aller Beschläge, perfektes Antirutsching auf Oberdeck (auf dass die Hosen zerreisen und die Füsse bluten werden) und vieles mehr - da das Boot durch Norbert in einen nie dagewesenen perfekten Neuzustand versetzt wurde, sollten wir diese Arbeit konservieren und uns überlegen, ob wir dieses Jahr überhaupt segeln wollen.
Wir möchten schon jetzt allen Aquilanten, die beim Auftaktsegeln und 1.Regatta nicht anwesend sein können, unser Bedauern und Mitleid zum Ausdruck bringen. Für alle anderen Teilnehmer gilt: Vor Betreten des Bootes sind ab sofort Füsse und Hände zu waschen (wird von Kletzi mit allem Nachdruck kontrolliert und Verfehlungen werden hart bestraft), es gilt ein generelles Tapeverbot bei und nach einer Regatta und Wörter wie schlechter Zustand, mangelnde Pflege/Wartung etc. sind mit sofortiger Wirkung aus unserem Sprachgebrauch zu entfernen.