Als Titelverteidiger hat man naturgemäß nix zu gewinnen, dafür alles zu verlieren. Gut, lassen wir die Kirche im Dorf. Ganz egal, was schlussendlich auf der Ergebnisliste steht, wichtig ist, dass man seine Leistungsfähigkeit ausgeschöpft hat oder zumindest nicht über Eseleien den Kopf schütteln muss.
Zu Beginn der Veranstaltung meinte es der Wettergott sehr gut mit uns Aquilanern. Sanfte 7 bis 10 Knoten Wind ließen keinen Stress aufkommen. Alle Manöver klappten vorzüglich, der Speed war ok und das Ergebnis sowieso: Zwei Tagessiege mit jeweils deutlichem Vorsprung auf den Rest des Feldes.
Am zweiten Tag kam Windpech ins Spiel. Während der Langstrecke nach Koper und retour konnten wir mit 16,82 Knoten einen ersten Geschwindigkeitsrekord verbuchen. Allerdings schwächelte die Bora für einige Zeit und erwachte erst wieder zu vollem Leben, als wir durchs Ziel segelten. Nun, das gehört zum Spiel und war durchaus auch schon andersrum. Und es sollte noch schlimmer kommen.
Am Finaltag blies die Bora wieder mit 17 bis 22 Knoten bei herrlichem Sonnenschein. Perfekte Segelbedingungen, allerdings für die flotte schwarze Mama viel zu wenig Platz am Parcours. Drei Wettfahrten, die zum Intensivmanövertraining mutierten. Mehr als hoist - gybe - drop war auf der sechsminutenvorwind gar nicht drin. Der zweite Platz in der offenen Klasse konnte grade noch verteidigt werden.
Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch, viel zu überragend waren die Eindrücke vom seglerischen Potenzial der schwarzen Mama und mit ein bissl Übung kriegen wir sie schon in Griff.