Cres einmal ganz anders. Zumindest zum Beginn der Woche. Regen, Bora. Startverschiebung wegen Sturmböen. Die Luvboje so knapp unter Land, dass man das Meckern der Ziegen hört. Böen mit zehn Knoten Differenz zum Grundwind aus kaum zu lesender Richtung.
Zwei Wettfahrten bei solchen Verhältnissen sind mehr als genug, oft schon zu viel. Die neu mit großem Gennaker und Bugspriet konfigurierte Brava büsste gut zwei Meter ihres Mastes ein. Die Segelmacher hatten Hochkonjunktur und das Aquila Sailingteam steuerte einen Spi und eine Genua bei.
Dass nicht zwangsläufig alles gut sein muss, was von oben kommt, erkannte sowohl die oben erwähnte Brava als auch die Aquileros. Masthead Unit gebrochen, keine brauchbaren Anzeigen mehr. Vor allem in der Langstrecke nach St. Martins und retour hätten diverse Informationen gut getan. Vor allem, als es Höhe Losinj auf geschätzte 35 Knoten auffrischte.
Das Aquila Sailingteam kam zunächst nicht so richtig in die Gänge und verzeichnete technische wie taktische Fehler, aus denen man prächtig lernen kann. Mit Fortdauer der Veranstaltung besserte sich nicht nur das Wetter sondern auch die Gesamtleistung des Teams. Zwei zweite Wettfahrtränge taten der wunden Seele gut, über das letzte Rennen breiten wir gnädig das Handtuch des Vergessens.
In Summe eine akzeptable Leistung, nicht mehr. Leider präsentierte sich Cres am letzten Veranstaltungstag wie gewohnt windschwach, damit gab es keine Chance zur Kosmetik. Schade.