Hitze und Gelsen machten dem Aquila Sailingteam und einer Reihe anderer Mannschaften, die in Ermangelung finanzierbarer Unterkünfte ihre Quartiere in Wohnmobilen aufgeschlagen hatten, an Land zu schaffen. Dazu das einzige Cafe in der Marina, das Getränke und Snacks zu weltmeisterlichen Preisen anbot. Abgesehen von diesen Kleinigkeiten war die WM jedoch eine gelungene Veranstaltung und das Aquilasailingteam musste sich mit seiner Leistung nicht verstecken – 14. Platz in der Gesamtwertung und – sensationell - viertbeste Amateurcrew.
Einziger Ausreißer in einer Reihe solider Wettfahrtergebnisse war die Langstrecke nach Otranto und retour. Trotz solider Taktik und makellosen Manövern - Windschwankungen von 6 bis 20 Knoten machten mehrere Segelwechsel nötig – konnten wir nicht mit den langsameren Booten mithalten. Auffrischender Wind bevorzugte die kleineren Yachten, was für uns eine Menge nicht streichbarer Punkte im Endergebnis zur Folge hatte.
Erwähnenswert auch die harten Bandagen, mit denen bei so einem Ereignis gekämpft wird. Bei 17 Knoten Wind und entsprechender Welle kreuzte die italienische Yacht „Fra Diavolo“ mit Wind von Backbord den Kurs der Aquila und glaubte, das Recht des Gastgebers zu haben. Nur eine Notwende unsererseits konnte eine folgenschwere Kollision verhindern, während die italienische Mannschaft unbeirrt weitersegelte. Grund genug, die Protestflagge zu zeigen. Die Jury gab schließlich unserem Protest recht und disqualifizierte die italienische Crew.
Gegen Ende der Serie kam das Aquila Sailingteam immer besser in Fahrt und konnte im letzten Rennen sogar einen hervorragenden 6. Platz erreichen. Der Abschlusstag ließ aufgrund der stürmischen Bedingungen leider keine Wettfahrt mehr zu.
Die Aquila kehrt jetzt in ihren Heimathafen zurück und wird in der Werft für die bevorstehende Herbstsaison auf Vordermann gebracht.